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Smart Card  |  Kontaktlose Chipkarten

Kontaktbehaftete Chipkarten

 
INFO & WISSEN
 
Die ISO/IEC 7816 Standardreihe normiert kontaktbehaftete Chipkarten, die an ihren Goldkontakten erkannt werden können und über die meist mit UART kommuniziert wird. Dieser soll bei neuesten Entwicklungen schon durch USB (1.1) ersetzt werden, was aber noch nicht standardisiert ist.


Formate

Das ID 1 Format (85,6 x 54 mm) stammt eigentlich aus der ISO 7810 wo eigentlich nur eine Magnetstreifenkarte mit Hochprägung als ID-Karte beschrieben wird. Erst in ISO/IEC 7816-2 werden Positionen für Kontakte eines Chips spezifiziert. ID 1 Karten haben die typische Scheckkartengröße.

Für Anwendungen wo Smart Cards nur ein einziges Mal eingelegt werden, wie Mobiltelefonen, wurde durch GSM das ID 000 Format (25 x 15 mm) festgelegt. Als Mittelding zwischen ID 000 und ID 1 ist noch ID 00 definiert. Die 3 Formate, können von den größeren Kartenkörpern in kleinere durch Stanzen überführt werden. Mit der Miniaturisierung der Mobiltelefone ist auch schon von noch kleineren Formaten die Rede, der Mini UICC. Mit 15 x 12 mm ist dieses Format kaum mehr größer als die Kontaktfläche des Chips. Bzw. sind auch andere Sonderformen möglich, z.B. USB-Sticks. Solche USB-Sticks sind Karten und Kartenleser gleichzeitig, wobei aber auch USB-Sticks existieren, wo eine ID 000 Karte einzulegen ist. Visa-Mini ist eine eigene Kartengröße von 65,6 x 40 mm.



Smart Card Formate

Smart Card Formate



ID-1 ID-00 ID-000
Abmessung 85.6mm x 54mm 66mm x 33mm 25mm x 15mm
Eckenradius 3.18mm 3.18mm 1mm
Kartendicke 0.76mm 0.76mm 0.76mm


Kartenmaterialien

Das gängigste verwendete Material für den Kartenkörper ist nach wie vor PVC (Polyvinylchlorid). PVC ist aufgrund seiner einfachen Verarbeitbarkeit und seinen Eigenschaften am besten für die hohen Anforderungen an den Kartenkörper geeignet. Aufgrund seiner ungünstigen Umwelteigenschaften werden immer mehr andere Stoffe wie ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol), PC (Polycarbonat) und PET (Polyethylenterephtalat) verwendet, die aber unterschiedlich schlechtere Eigenschaften für bestimmten Weiterverarbeitungen (z.b. Bedruckung, Embossing, Lasergravur, Hologramm, Magnetstreifen...) mit sich bringen. Dieser Umstand muß bei Kartenproduktionen auf jedenfall beachtet werden!


Kontakte

Kontakt Funktion Kontakt Funktion
C1 VCC - Versorgungsspannung C5 GND - Masse
C2 RST - Reset C6 Vpp - EEPROM-Programmierspannung (nicht mehr benutzt)
C3 CLK - Takt C7 I/O - Kommunikation
C4 frei C8 frei


elektrische Eigenschaften

Über die 6 oder 8 Kontakte nach ISO IEC 7816-2 der Chipkarte müssen Takt und Versorgungsspannung zugeführt werden. Die Versorgungsspannung betrug ursprünglich 5 Volt (Class A). Vor allem für Akkus von Mobiltelefonen wurden niedrigere Spannungen von 3 Volt (Class B) und 1,8 Volt (Class C) eingeführt, wobei diese Chipkarten durch Anlegen einer höheren Spannung nicht beschädigt werden dürfen. Der Algorithmus zur Auswahl der Spannung vom Terminal ist im Standard definiert, im Grunde ein "Try and Error"-Verfahren beginnend vom niedrigstmöglichen Wert. Zukünftig wird eine noch niedrigere Versorgungsspannung von 1,2 Volt eingeführt werden.





Bestandteile

Eine Smart Card besteht im Wesentlichen aus CPU und den Speicherarten RAM, ROM und EEPROM (electrical erasable read only memory). Zusätzlich können logische Funktionen aus Leistungs- oder Sicherheitsgründen über Hardware abgedeckt werden: UART oder USB Bausteine zur Kommunikation, mit der MMU (memory management unit) eine hardware-unterstützte Speicherverwaltung, die die Funktion einer Firewall zum Schutz der geheimen Daten (Betriebssystem, Schlüssel) gegenüber nachladbarem Code ist, Zufallszahlengeneratoren, Detektoren sowie Krypto-Coprozessoren und Javabeschleuniger sind Beispiele hiefür.

Bei Smart Cards mit Krypto-Coprozessoren spricht man auch von Cryptocards - die Infineon SLE66CX160S hat mit ihrem 1100-bit-Crypto-Coprozessor mit 700 B RAM folgende Performancedaten


Cryptocard - Performance

Operation Modulus Exponent Ausführungszeit 5 MHz Ausführungszeit 15 MHz
RSA sign/decrypt 1024 bit 1024 bit 820 ms 273 ms
RSA verify/encrypt 1024 bit 16 bit 20 ms 7 ms
DSA sign 1024 bit 160 bit 290 ms 97 ms
DSA verifiy 1024 bit 160 bit 360 ms 120 ms
EC-GDSA sign 160 bit 160 bit 260 ms 87 ms
EC-GDSA verifiy 160 bit 160 bit 550 ms 183 ms


Smart Cards & Token   Smart Cards und Memory Cards sind in verschiedenen Formaten am Markt erhältlich, von der SIM-Karte bis zu Token (=Leser+Karte), und bei Kontaktloskarten auch z.b. Schlüsselanhänger.



Linktipps

http://www.faqs.org/faqs/technology/smartcards/faq/
Handbuch der Chipkarten Rankl/Effing bei Amazon


Cryptoshop Tipps

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Das Buch bietet einen praxisorientierten umfassenden Überblick über die Chipkartentechnik. Zunächst werden die erforderlichen Grundlagen, wie Kartenaufbau, elektrische und physikalische Eigenschaften, verwendete Microcontroller dargestellt. Darauf aufbauend werden die für die Entwicklung von Chipkartensystemen wichtigen Techniken, wie Sicherheits- und Informationstechnik, Betriebssystemarchitektur und Befehlssätze, ausführlich behandelt.
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