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Vertrauensmodelle
| Zertifizierungsrichtlinien
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Zertifizierungshierarchie |
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Bei einer PKI findet grundsätzlich das hierarchische Vertrauensmodell
seine Anwendung, welches durch hierarchische Vertrauensbeziehungen charakterisiert ist. Erweiterungen sind natürlich möglich.
Die oberste Zertifizierungsstelle einer Zertifizierungshierarchie ist die Stammzertifizierungsstelle (Root CA). Da es per Definition keine höhere CA gibt, stellt sich die Stammzertifizierungsstelle selbst ihr eigenes Zertifikat aus und signiert es selbst (self-signed). Dieses Zertifikat wird als Stammzertifikat bezeichnet. Die Stammzertifizierungsstelle kann nun Zertifikate für untergeordnete Zertifizierungsstellen ausstellen, die ihrerseits Zertifikate ausstellen können. Ob ein Zertifikat weitere Zertifikate ausstellen kann in den Zertifikatserweiterungen
vermerkt werden - und beim Prüfen eines Zertifikats sollte sinnvollerweise diese Eigenschaft in der entstehenden Zertifikatskette auch überprüft werden.
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Trust-Hierarchie |
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Zertifizierungsstellen und insbesondere die Stammzertifizierungsstelle nehmen eine exponierte Stellung ein und sind entsprechend zu schützen. Wird eine Stelle kompromittiert stellt dies die gesamte Sicherheit der zugehörigen Hierarchie in Frage.
Verwender einer PKI müssen Stammzertifikaten einmal explizit das Vertrauen aussprechen, bei Installation eines selbstsignierten Stammzertifikates sollte deshalb der Fingerprint des Zertifikats auf seine Richtigkeit überprüft werden. Bei Betriebssystemen wird eine Reihe von Stammzertifikaten gleich "mitgeliefert", und neuerdings sind diese auch über Online-Updates bzw. über den Windows-Kryptographiedienst zu beziehen. Diese Verteilung lässt sich auch mittels Active-Directory automatisieren.
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Gültigkeitsmodelle |
Bei der Ausstellung eines Zertifikats muss die Gültigkeitsdauer festgelegt werden - vor allem bei der Verifikation einer Signatur muss neben der mathematischen Prüfung festgelegt werden, welche Gültigkeitsbedingungen erfüllt werden müssen. Es existieren zwei grundlegende Modelle, das Schalenmodell (shell) und das Kettenmodell (chain). Bei der Prüfung einer Signatur muss neben dem Signierzeitpunkt auch das Gültigkeitsmodell der PKI berücksichtigt werden.
Schalenmodell
Bei der Ausstellung eines Zertifikates ist darauf zu achten, dass der Gültigkeitszeitraum des ausgestellten Zertifikats den Gültigkeitszeitraum des ausstellenden Zertifikats nicht übertrifft. Die Zeiträume legen sich wie Schalen um ein Endzertifikat. Die Kompromittierung eines CA-Zertifikats führt zum sofortigen Widerruf aller untergeordneten Zertifikate und z.B. von diesen ausgestellten Signaturen.
Vorteil: einfachere Verifikation, und weit verbreitet bzw. implementiert Nachteil: sehr lange Gültigkeitsperioden von Stamm- und CA-Zertifikaten notwendig
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Kettenmodell
Bei der Ausstellung eines Zertifikats darf das ausgestellte Zertifikat eine Gültigkeitsdauer besitzen, die über die Gültigkeitsdauer des ausstellenden Zertifikates hinausgeht. Die Zeiträume kann man sich aneinandergekettet vorstellen. Dem Erstellungszeitpunkt aller Signaturen im Pfad fällt aber besondere Bedeutung zu - er sollte gesichert sein, am besten mit einem Timestamp einer Timestamp-CA. Widerrufsinformationen sollten auch nach Ende der Lebensdauer eines Zertifikates abrufbar sein, um bei einer Signaturprüfung den Erstellungszeitpunkt mit einem Widerrufszeitpunkt vergleichen zu können.
Vorteil: kürzere Gültigkeitsperioden von Stamm- und CA-Zertifikaten Nachteil: Prüfung auf Gültigkeit ist komplexer, kaum Implementationen
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